Dresden, Canaletto-Blick auf die Altstadt

Residenzstadt an der Elbe

Dresden ist die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen. Das Bild der Dresdener Altstadt ist geprägt durch die Rolle Dresdens als Residenzstadt der sächsischen Herzöge und Könige. Mit einigem Stolz sprechen die Dresdener noch heute von ihrem "Elbflorenz". Die wiedererstandenen und rekonstruierten Baudenkmale zwischen Semperoper und Frauenkirche sowie bedeutende Kunstsammlungen ziehen zahlreiche Touristen an.


Dresdener Barock

Viele Bauwerke dieser Zeit entstanden nach italienischen Vorbildern, was sich im historischen Beinamen "Elbflorenz" ausdrückt. Das wohl bedeutendste Bauwerk dieser Epoche ist der Dresdener Zwinger, ein Gesamtkunstwerk aus Architektur, Plastik und Malerei. Der architektonisch interessanteste Teil des Elbufers sind die Brühlschen Terrassen. Sie bieten eine schöne Aussicht auf die Elbwiesen, von hier aus hat man Zugang zur Kunstakademie, zur Festung und dem Albertinum mit der Galerie Neue Meister.

Die Dresdener Altstadt

Touristisches Zentrum Dresdens ist die Altstadt. Der Kuppelbau der Frauenkirche ist das alte und neue Wahrzeichen der Stadt. Seit den 1990er Jahren baute man die im Krieg zerstörte Kirche wieder auf, 2005 fand die feierliche Weihe statt. Im Zuge des Wiederaufbaus rekonstruierte man auch den umgebenden Neumarkt, die Bebauunmg wuchs nach barockem Vorbild neu empor. Auf dem Weg zum Schlossplatz passiert man den Fürstenzug des Hauses Wettin, ein 101 Meter langes Wandbild aus Meissener Porzellanfliesen. Auf ihm sind alle sächsischen Herrscher in Lebensgröße dargestellt. Das wiedererrichtete Stadtschloss, die Hofkirche, der Zwinger und die Semperoper runden das historische Gebäudeensemble ab.

Berühmte Kunstsammlungen

Der dem Schloss Versailles nachempfundene Zwinger beherbergt mehrere Museen, darunter auch die Gemäldegalerie Alte Meister mit bekannten Kunstwerken wie der "Sixtinischen Madonna" von Raffael. Sehenswert sind auch das Schloss mit dem Historischen und dem Neuen Grünen Gewölbe, das Kupferstich-Kabinett oder die Rüstkammer mit der Türckischen Cammer und dem Münzkabinett.

Wirtschafts- und Verwaltungsstandort

Als Sitz der Sächsischen Staatsregierung und des Sächsischen Landtags ist Dresden das politische Zentrum Sachsens. In wirtschaftlicher Hinsicht ist Dresden durch Informationstechnik und Mikroelektronik geprägt. Eine ebenfalls hohe Wertschöpfung erfolgt in der Region durch Pharmazie und Kosmetik, Maschinen-, Fahrzeug- und Anlagenbau sowie die optische Industrie.

August der Starke

Zu den bekanntesten Denkmalen der Stadt zählt sicherlich der Goldene Reiter am Neustädter Markt. Es ist das Reiterstandbild des sächsischen Kurfürsten und Königs von Polen-Litauen Friedrich August II, besser bekannt als August der Starke. Das vergoldete Denkmal zeigt den berühmten Herrscher in antiker römischer Rüstung in Richtung Osten reitend. Während der Regierungszeit von ihm und seinem Sohn Friedrich August III. entstanden in Dresden die barocken Prachtbauten und einzigartigen Kunstsammlungen.


Exkursionen und Entdeckungen